Für immer 16 - Tragikomödie Regie: Brezel Göring, Deutschland 2026 - 73 Minuten
Für immer 16 - Tragikomödie Regie: Brezel Göring, Deutschland 2026 - 73 Minuten

Für immer 16

Di., 13.10.2026 20:00 Uhr

Regie: Brezel Göring, Deutschland 2026 - Tragikomödie - 73 Minuten


Der Film entführt in eine wunderbar eigenwillige Welt zwischen Undergroundkunst, Freundschaft, schwarzem Humor und Super-8-Ästhetik. Regisseur Brezel Göring, bekannt als eine Hälfte des Berliner Kultduos Stereo Total, erzählt von drei ehemaligen Freund:innen, die nach Jahren wieder aufeinandertreffen und dabei nicht nur alte Konflikte, sondern auch ihre gemeinsame Leidenschaft für das Filmemachen wiederentdecken.

Jahrzehnte nach dem Ende ihrer gemeinsamen Experimentalfilmgruppe treffen die Freund*innen Charlotte, Helena und Oskar auf Charlottes Einladung wieder aufeinander. Während Charlotte als Schauspielerin Karriere gemacht hat, sind Helena und Oskar der Undergroundkunst treu geblieben – und entsprechend mittellos. Alte Konflikte flammen schnell wieder auf und kochen hoch, als der charismatische Rudolph in ihr Leben tritt und alle drei nacheinander eine Affäre mit ihm beginnen. Nicht nur mit den Streitereien knüpfen sie nahtlos an ihre rebellische Vergangenheit an, sondern sie beschließen auch, erneut einen experimentellen Super‑8‑Film zu drehen. Darin verkörpert Helena die Serienmörderin Demenzia, die reihenweise Männer tötet – sämtlich gespielt von Rudolph. Doch während der Dreharbeiten kommt Rudolph durch einen Unfall tatsächlich ums Leben. Als Charlotte, Helena und Oskar versuchen, seinen Tod gemeinsam zu vertuschen, finden sie durch diese kriminelle Grenzerfahrung wieder richtig zusammen.

Der Film basiert auf einem Roman von Françoise Cactus, die vor ihrem Krebstod im Jahr 2021 zusammen mit Brezel Goering das Synthiepop-Duo Stereo Total bildete.

Brezel Göring ist eine unersetzliche Persönlichkeit der Berliner Musik- und Kunstszene. Von den frühen 1990er-Jahren bis weit in die 2010er hinein bildete Göring eine Hälfte von Stereo Total, der vielgeliebten Band, die er gemeinsam mit seiner Partnerin Françoise Cactus anführte. Das Duo erarbeitete sich von Amerika bis nach Frankreich (der Heimat von Cactus) einen Kultstatus – dank seiner enthusiastischen DIY-Haltung und des fruchtbaren Zusammenspiels genreübergreifender Experimente. Seit Françoise Cactus 2021 auf tragische Weise verstarb, widmet sich Göring dem Vermächtnis der eigenwilligen künstlerischen Sensibilität seiner Partnerin. Sie war eine leidenschaftliche Schriftstellerin, und Göring stieß bald auf eines ihrer unveröffentlichten Bücher. Der Film ist Görings filmische Elegie auf dieses wiederentdeckte Werk. Es ist ein roher, psychedelischer Fiebertraum, untermalt vom Soundtrack von Stereo Total, der einen fragen lässt, warum es nicht viel mehr Filme dieser Art gibt.