
Grit mit... Jana Hensel
Jana Hensel hat mit Bestsellern wie "Zonenkinder" (2002), "Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein" (mit Wolfgang Engler, 2018) und "Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet" (2026) eine ostdeutsche Perspektive in den innerdeutschen Diskurs eingebracht wie kaum eine andere Autorin. Die Bücher der Leipzigerin, die heute in Berlin lebt und hauptsächlich für die ZEIT schreibt, wurden mit diversen Preisen geehrt, in zahlreiche Sprachen übersetzt und in Deutschland kontrovers diskutiert, so erst kürzlich bei Markus Lanz. Was ist mit dem Osten passiert und ist das wirklich das Ende der Demokratie? Wir müssen reden!
In ihrem neuen Buch - "Es war einmal ein Land - Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet" - erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun von immer mehr Ostdeutschen mächtig in Zweifel gezogen und droht damit, zu Ende zu gehen – die Demokratie in Ostdeutschland. Scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche einmal links begann und durch eine wiedervereinte Bundesrepublik führt, die gerade selbst in der tiefsten Krise ihrer Geschichte steckt. Hensel scheut dabei nicht vor harten Wahrheiten zurück, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt einmal mehr, dass sie sich seit ihrem Spiegel-Bestseller »Zonenkinder« eine ganz eigene Perspektive und einen unverwechselbaren erzählerischen Ton bewahrt hat. Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr ist.